Bergles-Apotheke
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Gesundheit heute

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Ambulante und häusliche Pflege

Die ambulante Pflege ermöglicht alten Menschen, auch bei zunehmender Gebrechlichkeit in der gewohnten Umgebung zu leben. Bei der Auswahl des Pflegediensts gibt es viele Kriterien, die vorher geprüft werden sollten. Neben der Fachkompetenz spielt vor allem Sympathie eine Rolle, wenn dauerhafte Unterstützung in der eigenen Wohnung erforderlich wird.

Ambulante Pflegedienste können pflegende Angehörige bei den täglich zu bewältigenden pflegerischen Verrichtungen unterstützen oder spezielle Pflegetätigkeiten übernehmen. Grundlage hierfür ist ein Vertrag, in dem Leistungen und Kosten detailliert vereinbart werden. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten, wenn der Hilfebedarf zuvor von einem Gutachter bestätigt wurde. Dank eines pauschal bewilligten Pflegegelds können Betroffene und deren Angehörige auch eine Kombination aus Angehörigenpflege, professioneller Pflege und zusätzlicher Haushaltshilfe vereinbaren (Pflegeversicherungsgesetz). Pflegedienste vermitteln übrigens auch Kontakte zu Anbietern von „Essen auf Rädern“, zu Fußpflegern, Frisören oder Begleitpersonen für Spaziergänge.

Eine hilfreiche Einrichtung für Pflegebedürftige ist das Hausnotrufsystem. Voraussetzung für die Installation ist lediglich ein Telefonanschluss in der Wohnung. Sowohl an der Basisstation des Telefons als auch an einem tragbaren Funkgerät ist eine Meldetaste eingerichtet, die bei Bedarf nur gedrückt werden muss, um Hilfe herbeizurufen.

Von: Ruth Mamerow, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski

Mit Milch lässt sich Knochenbrüchen ausgezeichnet vorbeugen.

Käse und Co. für gesundere Knochen

Die Milch macht´s

Alte Knochen brechen leicht. Doch eine einfache Maßnahme reduziert die Bruchgefahr: Der tägliche Verzehr von einer Extraportion Milch – egal, ob als Käse, Joghurt oder pur.

Knochen und Muskeln bauen ab

Alte Knochen brechen leichter als junge. Das liegt vor allem daran, dass im Alter die Knochenqualität abnimmt – häufig sogar bis hin zur Osteoporose. Zusätzlich bauen auch die Muskeln altersbedingt ab, was Gebrechlichkeit und Sturzgefahr nochmals verstärkt und das Risiko für Knochenbrüche weiter erhöht.

Um dem Knochen- und Muskelabbau entgegenzuwirken, sollten alte Menschen viel Kalzium und Eiweiß zu sich nehmen. Eigentlich kein schwieriges Unterfangen - denn Kalzium und Eiweiß sind in Milchprodukten reichlich enthalten. Australische Forscher*innen haben deswegen nochmal genau untersucht, inwiefern regelmäßige Extraportionen von Käse, Milch oder Joghurt Stürzen und Brüchen im Alter vorbeugen.

450 mg Kalzium mehr

An der Studie nahmen 60 Altenheime teil. 30 davon versorgten ihre Bewohner*innen täglich zusätzlich mit durchschnittlich 250 ml Milch plus 20 g Käse oder 100 g Joghurt. Dadurch erhöhte sich die Zufuhr auf etwa 1140 mg Kalzium und 1,1 g/ kg Körpergewicht Eiweiß am Tag. Die anderen 30 Heime änderten nichts an ihrem Speiseplan, wodurch die Bewohner*innen täglich etwa 700 mg Kalzium und 0,9 g/kg Körpergewicht Eiweiß aufnahmen.

Risiko für Hüftfrakturen deutlich gesenkt

Die Extraportion Milch zahlte sich aus. Sie senkte nach fünf Monaten das Risiko für alle Knochenbrüche um 33%, das für Hüftfrakturen sogar um 46%. Auch die Sturzgefahr reduzierte sich deutlich: Stürze traten nach Umstellung des Speiseplans um 11% seltener auf, und das sogar schon nach drei Monaten.

Bei einigen Heimbewohner*innen wurden auch Muskelmasse und Knochendichte gemessen. Beides hatte in der Gruppe der Milchkonsument*innen weniger abgenommen. Täglich eine Extraportion Milch ist deshalb eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung, folgern die Autor*innen der Studie. Würde dies in allen Altenheimen beherzigt, ließe sich eine große Anzahl von Knochenbrüchen verhindern.

Quelle: Ärztezeitung

18.11.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Pavel Kubarkov/shutterstock.com