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Der schwarze Hautkrebs ist der bösartigste Hauttumor und eine der gefährlichsten Krebsarten überhaupt. Im Vergleich zu anderen Hauttumoren löst er relativ früh in anderen Organen Absiedlungen, die so genannten Metastasen, aus.
Jährlich sterben in Deutschland rund 2.000 Menschen am schwarzen Hautkrebs. Obwohl die Anzahl der Neuerkrankungen in unseren Breitengraden mit zur Zeit etwa einem Fall pro 10.000 Einwohner stetig zunimmt, ist der schwarze Hautkrebs im Vergleich zu anderen Krebsformen wie Lungen-, Brust- oder Darmkrebs eher selten. Die meisten Neuerkrankungen treten in Australien und Neuseeland mit rund acht Fällen pro 10.000 Einwohner auf.
Der schwarze Hautkrebs ist bei Frauen etwas häufiger als bei Männern. Er entsteht nicht nur an sonnenbeschienenen Stellen, sondern auch an Rücken, Bauch oder Gliedmaßen. In seltenen Fällen entwickelt er sich an schlecht einsehbaren Körperstellen wie unterhalb eines Nagels, in den Zehenzwischenräumen oder an den Schleimhäuten.
Wie entsteht schwarzer Hautkrebs?
Als Hauptrisiko gilt eine zu intensive Sonneneinstrahlung. Allerdings spielt nicht wie bei anderen Hauttumoren die chronische Sonnenbelastung eine Rolle. Vielmehr ist eine ausgeprägte und häufige Sonnenbrandreaktion in der Kindheit und Jugend ausschlaggebend.
Betroffen sind überwiegend hellhäutige und vor allem auch rothaarige Menschen. Personen mit einer hohen Anzahl an Muttermalen, den so genannten Nävi, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, einen schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Als hoch gilt eine Muttermal-Zahl von 50.
Dass eine gewisse erbliche Veranlagung besteht, zeigt das vermehrte Auftreten von schwarzem Hautkrebs in manchen Familien.
In rund 50 Prozent aller Erkrankungen entsteht der schwarze Hautkrebs auf völlig normaler Haut, in etwa einem Drittel aller Fälle aus einem bereits bestehenden, zum Teil eventuell schon veränderten Muttermal, dem so genannten atypischen Nävus. Die restlichen Fälle entstehen unter anderem aus einem behaarten, angeborenen Muttermal, das man kongenitales Nävus nennt, oder aus Krebsvorstufen (Lentigo maligna).
Obgleich mehrere Faktoren zur Entwicklung des schwarzen Hautkrebses bekannt sind, ist der genaue Mechanismus nicht geklärt. Gesichert ist, dass der schwarze Hautkrebs von den Pigmentzellen der Oberhaut, den Melanozyten, ausgeht. Diese Pigmentzellen entarten und beginnen unkontrolliert zu wuchern. Pigmentzellen wachsen nicht in einem Gewebeverband, sondern können sich relativ frei in der Haut bewegen. Dies erklärt die frühe Tendenz zur Bildung von Absiedlungen (Metastasen).
Woran erkennt man schwarzen Hautkrebs?
Die Erscheinungsformen des schwarzen Hautkrebses sind zum Teil äußerst unterschiedlich. Im Wesentlichen gibt es zwei Formen:
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die sich überwiegend oberflächlich ausbreitende Form und |
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die sich überwiegend vertikal ausbreitende, knotige Form. |
Der schwarze Hautkrebs entwickelt sich in folgenden Etappen:
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Erst bildet sich ein kleines, bräunlich-schwarzes Mal. |
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Das Mal nimmt an Größe zu. |
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Es verändert sich in der Oberfläche, die rötlich-schwarz erscheint. |
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Im späteren Stadium kann die rötlich-schwarze Oberfläche unregelmäßig oder höckerig erscheinen. Die Umrandung ist häufig unscharf und fransig. |
Der schwarze Hautkrebs kann bei Verletzungen leicht anfangen zu bluten.
Hilfreich ist die ABCDE-Regel, mit deren Hilfe verdächtige Male untersucht werden können:
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A - Asymmetrie: Im Frühstadium kündigen sich Melanome häufig in der unsymmetrischen Form der Pigmentmale an. |
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B - Begrenzung: Unregelmäßige Ränder und unscharfe Begrenzungen weisen auf potenzielle Melanome hin. |
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C - Colorierung (Farbe): Schwarze, dunkelbraune, bläuliche, rote, graue bis hautfarbene Areale an einem Mal deuten auf ein Melanom hin. |
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D - Durchmesser: Pigmentmale mit einem Durchmesser über zwei Millimeter sollten in jedem Fall beachtet werden, solche über fünf Millimeter kontrolliert am besten ein Hautarzt. |
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E - Erhabenheit: Maligne Melanome liegen teilweise im allgemeinen Hautniveau, oder sie erheben sich darüber. |
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