|
Im Gegensatz zu den Tieren, die sich durch ihr Fell, ihre Federn, Schuppen oder ihr Gehäuse vor dem Licht schützen, gibt es beim Menschen nur wenige Schutzmechanismen vor dem Sonnenlicht.
Normalerweise schützt die oberste Hautschicht - die Hornhaut - den Körper vor der Strahlung. Die darunter liegenden Pigmentzellen sind ebenfalls ein Schutzschild des Körpers gegen das Sonnenlicht. Nimmt die Sonneneinwirkung auf die Haut zu, wird die Hornhaut dicker. Außerdem produziert die Haut verstärkt Pigmente: Sie absorbieren die weitere Strahlung - ein perfekter Abwehrmechanismus. Allerdings ist dieser natürliche Schutz begrenzt.
Die Lichtschwiele
Durch wiederholtes Einwirken von UV-B-Strahlung beginnt sich die Haut in ihren oberen Schichten zu verdicken. Über zwei bis drei Wochen setzt sich dieser Prozess fort, bis sich eine Schutzschicht oder so genannte Lichtschwiele an der Hautoberfläche gebildet hat. Sie reflektiert, filtert und streut das Sonnenlicht. Die Hautverdickung verbessert den Eigenschutz der Haut um das Vierfache, d. h. dieser Vorgang entspricht der Anwendung eines Sonnenschutzpräparates mit dem Schutzfaktor 4.
Die Bräunung
Durch die UV-B-Strahlung wird auch die Bildung des braunen Hautfarbstoffes Melanin in der Haut hervorgerufen. Dieser Prozess geht nur sehr langsam vor sich, und der Farbstoff wird auch erst nach etwa zwei bis vier Tagen an der Hautoberfläche sichtbar.
Auch Melanin bewirkt, dass das Sonnenlicht nicht mehr so tief in die Haut eindringen kann. Die eingelagerte Menge an Melanin bedingt den Tönungsgrad der Haut. Dieser ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Menschen, die von Natur aus eine dunklere Haut haben, besitzen mehr Melanin und sind daher weniger lichtempfindlich. Melanin gilt quasi als der Sonnenschirm unserer Haut.
Reparaturverfahren
Die Rötung der Haut zeigt eindeutig eine Hautschädigung an. Zellkerne sind durch die UV-Strahlung zerstört oder verändert. Im Nachhinein bemüht sich die Haut selbst, das geschädigte Erbgut durch komplizierte Mechanismen wieder zu reparieren. Das gelingt jedoch nicht immer und schon gar nicht vollständig.
|