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Lebensmittelallergie (Seite 1 von 2)
Nahrungsmittelallergie

Wenn das Immunsystem auf einen bestimmten Stoff in der Nahrung allergisch reagiert, spricht man von einer Nahrungsmittelallergie.

Die allergische Reaktion ist auf Allergene zurückzuführen, die sich an bestimmte weiße Blutkörperchen im Körper binden. Diese Bindung gibt bestimmte Stoffe ab (Histamin), die die typischen Beschwerden einer Allergie auslösen. Dazu gehören unter anderem tränende Augen, eine laufende Nase, Asthma und gerötete Hautbereiche.

Viele Menschen vermeiden bestimmte Lebensmittel, weil sie glauben, sie seien allergisch. Dabei reagieren nur ein bis zwei Prozent der Bevölkerung allergisch auf bestimmte Lebensmittel. Bei Kindern liegt der Prozentsatz etwas höher. Im Erwachsenenalter bildet sich bei einem Teil der Kinder die Allergie jedoch wieder zurück.

 
Wie entwickelt sich eine Lebensmittelallergie?
Allergien sind Krankheiten, die sich im Abwehrsystem des Körpers (Immunsystem) abspielen. Um den Körper zu schützen, versucht das Immunsystem verschiedenste Fremdstoffe zu erkennen und abzuwehren.

Überempfindliche Menschen reagieren auch auf Stoffe, die andere reaktionslos vertragen und die eigentlich keine Bedrohung für unseren Körper darstellen. Sie entwickeln eine Allergie.

Bei einer Nahrungsmittelallergie erkennt das Abwehrsystem bestimmte Nahrungsbestandteile als fremd und gefährlich und setzt einen Abwehrprozess in Gang. Es werden über die Vermittlung verschiedener Zellen ungewöhnlich große Mengen von Abwehrstoffen (Antikörper vom Typ IgE) gebildet. Sie binden sich an bestimmte Zellen und veranlassen sie, Histamin und andere Gewebshormone freizusetzen.

Histamin ist für viele Reaktionen des Körpers bei einer Allergie verantwortlich, z. B. Hautrötung, Schwellung, Verengung der Luftröhre, Erhöhung der Durchlässigkeit von Blutgefäßen. Dadurch kommt es besonders an den Schleimhäuten von Darm, Auge, Nase und Bronchien sowie an der Haut zu heftigen Reaktionen, so z. B. Durchfall, tränenden Augen, laufender Nase, Asthma-Anfall mit Luftnot, Ausschlag, Rötung, Schwellung und Jucken der Haut.

Bei jedem weiteren Kontakt mit dem Stoff erkennt das Immunsystem den Stoff und wird ihn schneller abwehren. Dadurch kommt es bei der erneuten Aufnahme des Nahrungsmittels in Sekunden bis wenigen Stunden zu einer allergischen Reaktion.

 
Wie entwickelt sich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit?
Im Gegensatz zur Allergie kommt es bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu keiner Immunreaktion. Das heißt, es sind keine Antikörper vom Typ IgE an der Reaktion mit den Nahrungsmitteln beteiligt. Trotzdem wird das Gewebshormon Histamin freigesetzt. Dies geschieht direkt durch pharmakologische Wirkung:

  Verschiedene Lebensmittel wie Erdbeeren oder Tomaten setzen Histamin direkt frei.
  Einige Lebensmittel enthalten Histamin (zum Beispiel Käse, Wein, Fischkonserven, Sauerkraut).
  Auch Natriumglutamat, ein Zusatz in chinesischen Speisen und Sojasoße, kann eine Unverträglichkeit auslösen.
  Eine andere Form der Unverträglichkeit besteht in einem Enzymmangel. Beispiel: Unverträglichkeit von Milch bei einem Mangel am Enzym Lactase.

Das Beispiel Milch verdeutlicht den Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit:

  Bei der Allergie verträgt der Patient überhaupt keine Milch, und es kommt sofort zu Beschwerden.
  Bei Unverträglichkeit besteht ein Mangel an dem Enzym, das die Milch abbaut. Der Patient kann noch kleine Mengen Milch zu sich nehmen.

 

 
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Geändert am Donnerstag, 18 März, 2010
 
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