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Es handelt sich hierbei um eine Art "Schutzimpfung". Die Empfindlichkeit gegenüber einer Allergie auslösenden Substanz (Allergen) wird dadurch herabgesetzt, dass man den Allergiker mit dieser Substanz wiederholt in Kontakt bringt. Die Hyposensibilisierung erreicht man durch Spritzen oder Schlucken einer speziellen Lösung, die den jeweiligen Stoff in verdünnter Form enthält. Handelt es sich um mehrere Substanzen, so werden Mischungen hergestellt. Diese Zubereitungen werden für jeden Patienten individuell angefertigt.
Der genaue Wirkmechanismus der Hyposensibilisierung ist noch nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass durch den mehrmaligen Kontakt mit der verdünnten Lösung des Allergens Antikörper gebildet werden. Diese blockieren spezielle Bindungsstellen an den Zellen, die an der Auslösung einer allergischen Reaktion durch den Kontakt mit dem Allergen beteiligt sind.
Die Art der Hyposensibilisierungsbehandlung richtet sich nach dem auslösenden Allergen:
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Patienten mit Heuschnupfen werden in der Regel vor Beginn der Pollenflugzeit behandelt. Der Arzt spritzt die Allergenextrakte ein- bis zweimal wöchentlich in steigender Dosis unter die Haut (subkutan) bis eine vorübergehende Entzündung erreicht ist. Diese Dosis wird dann als Erhaltungsdosis alle zwei bis vier Wochen verabreicht. Die Behandlung endet vor Beginn der Allergiesaison. Diese Kurzzeit-Immuntherapie eignet sich besonders bei saisonal bedingten Allergien, etwa gegen Pollen. In der Regel wird über drei Jahre wiederholt behandelt. |
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Bei Allergenen, die das ganze Jahr vorhanden sind, wie Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen, ist auch eine ganzjährige Injektionstherapie angezeigt. Nachdem die maximal tolerierte Dosis des Gemischs erreicht ist, werden Erhaltungsinjektionen über mehrere Jahre hin verabreicht. Es handelt sich um eine Langzeit-Immuntherapie. |
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Bei der sublingualen Immuntherapie erhält der Allergiker keine Spritze, sondern nimmt das Allergen in Form von Tropfen ein. Diese sollten für rund zwei Minuten unter der Zunge verbleiben. Besonders Kinder und empfindliche Patienten profitieren von dieser schmerzfreien Therapieform. Sie ist jedoch noch nicht ausreichend untersucht und bisher nicht so wirksam wie die anderen Immuntherapien. |
Die Erfolgsquote der Immuntherapie hängt vom Beschwerdetyp ab. Am besten sprechen Menschen mit einer Bienen- und Insektengiftallergie auf die Behandlung an, nämlich in rund 90 Prozent der Fälle. Die Immuntherapie hilft etwa 70 Prozent der Patienten mit Heuschnupfen und 30 Prozent der Patienten mit Hausstaubmilben- oder Katzenallergie.
Welche allergischen Erkrankungen können mit Immuntherapien behandelt werden?
Ideal eignet sich für eine Immuntherapie ein ausgeprägter Heuschnupfen, der sich zwar verschlimmert hat, aber noch nicht in ein allergisches Asthma übergegangen ist. Einen sehr guten Schutz bietet eine Allergietherapie bezüglich Birken- und Gräserpollen. Wirkung zeigt die Immuntherapie aber auch bei Hausstaubmilben-, Tierhaar- und Schimmelpilzallergien.
Lebenswichtig ist eine Immuntherapie bei hochsensiblen Insektengift-Allergikern, bei denen der Kontakt mit dem Allergen zur Schockreaktion mit möglichem Herz-Kreislauf-Versagen führen kann.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie bei jeder Behandlung können auch bei der Hyposensibilisierung Nebenwirkungen auftreten:
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Örtliche Hautreaktion an der Impfstelle - diese wird kaum als störend empfunden. |
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Starke örtliche Hautreaktion an der Impfstelle mit der Bildung von Schwellung oder Juckreiz bis zu 48 Stunden nach der Impfung. Diese Nebenwirkungen können mit antiallergischen Mitteln behandelt werden. |
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Allgemeine Erschöpfung durch die starke Belastung des Immunsystems. |
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Quaddeln, Asthma oder Schockzustände treten selten auf. Da alle Patienten nach der Impfung unter ärztlicher Beobachtung bleiben, können in diesen Fällen rasch die notwendigen Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden. |
Was spricht gegen eine Immuntherapie?
Kontraindikationen für eine spezifische Immuntherapie sind Autoimmunerkrankungen. Dies gilt auch für ein Asthma bronchiale, das ohne beschwerdefreie Phasen einhergeht. Dagegen ist bei einem Heuschnupfen mit asthmoider Begleitsymptomatik eine spezifische Immuntherapie häufig sinnvoll.
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