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Der Prick-Test ist eine Standard-Untersuchung, mit der vor allem Allergien vom Soforttyp (Typ I) nachweisbar sind. Solche Allergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch den Kontakt mit bestimmten Substanzen (Allergenen) wie z. B. Pollen ausgelöst werden. Innerhalb von Sekunden bis Minuten können beispielsweise Juckreiz, Niesattacken, Naselaufen, Augenjucken und Quaddeln (stecknadel- bis handtellergroße rundliche, weißliche bzw. rötliche Hauterhebungen) auftreten.
Wann wird ein Prick-Test angewandt?
Besteht der Verdacht auf Allergien, kann mittels Prick-Test bestimmt werden, welche Substanzen (Allergene) die bereits beschriebene Symptomatik verursachen. Im Prick-Test können folgende große Gruppen von Allergenen enthalten sein:
Was ist vor einem Prick-Test zu beachten?
Vor der Untersuchung dürfen keine Antihistaminika oder Kortikosteroide eingenommen werden, da diese eine allergische Reaktion verhindern und folglich das Testergebnis verfälschen.
Wie verläuft ein Prick-Test?
Bei diesem Test werden verschiedene Allergene in Tropfenform auf die Innenseite des Unterarms aufgetragen. Hier wird die Haut dann mit Hilfe einer feinen Lanzette oder Nadel oberflächlich eingestochen, was dem Patienten in der Regel keine Schmerzen bereitet.
Wenn der Patient auf eines dieser Allergene reagiert, so kommt es im Bereich des entsprechenden Allergentropfens nach fünf bis 60 Minuten zu Rötung, Juckreiz und Quaddelbildung.
Sämtliche Ergebnisse sind jedoch nur im Zusammenhang mit einem ausführlichen Gespräch über bisherige vom Patienten selbst beobachtete Reaktionen verwertbar. Positive Reaktionen im Test sind nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer Allergie auf den entsprechenden Stoff.
Welche alternativen Untersuchungsmethoden gibt es?
Eine andere Untersuchungsmethode ist der Intrakutan-Test. Dieser verläuft ähnlich wie der Prick-Test, sollte aber wegen der höheren Komplikationsrate nicht in einer Praxis durchgeführt werden.
Weiterhin ist der Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) zu nennen. Hier wird untersucht, ob im Blut bestimmte Antikörper (Reagine) gegen eventuell Allergie auslösende Substanzen vorhanden sind.
In speziellen Situationen, z. B. bei Arzneimittel- oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten kann ein Provokationstest erforderlich sein. Beim konjunktivalen Provokationstest beispielsweise träufelt der Arzt ein Allergen, auf das der Patient bei zuvor erfolgter Hauttestung reagiert hat, in den äußeren Augenwinkel. Ziel ist es, das Ergebnis der Hauttestung zu sichern.
Zur Untersuchung einer Typ-IV-Allergie, die z. B. ein allergisches Kontaktekzem verursachen kann, wird eine Epikutantestung durchgeführt. Zu diesem Allergietyp gehören beispielsweise Unverträglichkeiten gegen Nickel (Modeschmuck), Kobalt, Kosmetika und Duftstoffe. Bei diesem Testverfahren werden Pflaster mit unterschiedlichen Allergenen z. B. auf den Rücken geklebt.
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